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Qu a rle s.

Francis Quarles ward 1592 zu Stewards bei Romford in Essex geboren, studirte in Cambridge und widmete sich dann in London der juristischen Praxis. Nachdem er eine Zeitlang Mundschenk der Königin von Böhmen, Tochter Jakob's I. und darauf Geheimschreiber des Erzbischof Usher gewesen, ernannte ihn die Stadt London 1639 zu ihrem Chronologen. Wegen seiner Gesinnungen ward er im Bürgerkriege gemishandelt und geplündert. Er starb am 8. Sept. 1644 und hinterliess viele meist religiöse Poesieen, wie z. B. Job Militant, Sion's Elegies, History of Queen Esther, Argalus and Parthenia, the Morning Muse, the Feast for Worms, Divine Emblems, eine Nachahmung der Pia Desideria des Jesuiten Hugo, welche ebenso reich an geschmacklosen artistischen Beilagen ist, wie ihr Vorbild u. A. m., die sämmtlich noch bei seinen Lebzeiten erschienen. Er besitzt grosse Kraft, Origin tät und reiche Phantasie, sowie Herrschaft über Sprache und Form, aber er ist oft bombastisch und eben so oft prosaisch und flach und sein Streben, wie er sich selbst ausdrückt “die Fluthen des Jordan und des Helicon in demselben Becher zu mischen,” verleiten ihn fortwährend zu Geschmacklosigkeiten, wie sie in jener Zeit vorherrschten und den Beifall der Menge gewannen.

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An Elegy.

What if my soul should take the wings of day

And find some desert? if she springs away, People, that travel through thy wasted land, The wings of Vengeance clip as fast as they. Gaze on thy ruines, and amazed stand, They shake their spleenful heads, disdain, What if some solid rock should entertain

deride

My frighted soul? can solid rocks restrain The sudden downfal of so fair a pride,

The stroke of Justice and not cleare in twain? They clap their joyful hands, and fill their

tongues

Nor sea, nor shade, nor shield, nor rock, nor With hisses, ballads, and with lyrick songs:

cave, Her torments give their empty lips new matter, Nor silent deserts, nor the sullen grave, And with their scornful fingers point they at her: Where flame-ey'd Fury means to smite, can save. Is this (say they) that place, whose wonted

fame

The seas will part, groves open, rocks will split; Made troubled earth to tremble at her name? The shield will cleave; the frighted shadows flit: Is this that state? Are these those goodly sta- Where Justice aims, her fiery darts must hit.

tions? Is this that mistress, and that queen of nations ? No, no, if stern-brow'd vengeance means to

thunder, There is no place above, beneath, or under,

So close, but will unlock, or rive in sunder. Quarles'

'Tis vain to flee, 'tis neither here nor there

Can 'scape that hand, until that hand forbear; From Divine Emblems.

Ah me! where is he not, that's everywhere? 0! whither shall I fly? what path untrod

'Tis vain to flee, till gentle mercy show Shall I seek out to 'scape the flaming rod

Her better eye; the further off we go, Of my offended, of my angry God?

The swing of Justice deals the mightier blow. Where shall I sojourn? what kind sea will hide

Th' ingenuous child, corrected, doth not fly My head from thunder? where shall I abide,

His angry mother's hand; but clings more nigh, Until his flames be quench'd or laid aside?

And quenches with his tears her flaming eye. What if my feet should take their hasty flight, Shadows are faithless, and the rocks are false And seek protection in the shades of night? No trust in brass, no trust in marble walls; Alas! no shades can blind the God of light. Poor cots are ev'n as safe as prince's halls.

Great God! there is no safety here below; I know thy justice is thyself; I know,
Thou art my fortress, thou that seem'st my foe, Just God, thy very self is mercy too;
'Tis thou, that strik'st the stroke, must guard If not to thee, where, whither shall I go?

the blow. Thou art my God! by thee I fall or stand;

Then work thy will; if passion bid me flee, Thy grace has giv'n me courage to withstand

My reason shall obey; my wings shall be All tortures but my conscience, and thy hand

Stretch'd out no further than from thee to thee.

H er ber t.

George Herbert, ein Bruder des berühmten Lord Herbert of Cherbury ward 1593 zu Montgomery-Castle in Wales geboren, studirte zu Cambridge und wurde 1619 Redner der Universität. Später trat er in den geistlichen Stand und erhielt eine Pfarre zu Bemerton, wo er 1632 starb. Seine Gedichte, religiösen Inhalts erschienen 1633 zu London unter dem Titel: the Temple or Sacred Poems and Private Ejaculations, und fanden zu jener Zeit ausserordentlichen Beifall. Tiefe Frömmigkeit ist der eigenthümlichste Character derselben, aber sie offenbart sich nicht selten auf so sonderbare Weise, dass sie gerade den entgegengesetzten Eindruck hervorbringen und doch, trotz allen Verirrungen lässt sich nicht verkennen, dass H. ein grosses poetisches Talent besass.

Mattens.

May both the work and workman show:

Then by a sunne-beam I will climbe to thee.
I cannot ope mine eyes,
But thou art ready there to catch

My morning-soul and sacrifice:
Then we must needs for that day make a match.

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James Shirley ward 1594 in London geboren, studirte in Oxford und Cambridge, trat darauf in den geistlichen Stand und erhielt bald nachher ein Pfarramt in Hertfordshire. Dieses bekleidete er jedoch nicht lange, da er zur katholischen Religion überging. Er ernährte sich nun als Lehrer an der lateinischen Schule zu St. Alban's, gab aber diesen Beruf nach zwei Jahren auf, und liess sich in London nieder, wo er für die Bühne schrieb. Während des Bürgerkrieges war er auf Seite der Krone und folgte seinem Gönner, dem Grafen von Newcastle in das Feld. Bei dem unglücklichen Ausgange des Kampfes kehrte er nach London zurück und lebte wieder der Bühne, bis die Theater im Jahre 1642 durch ein Parlamentsedict unterdrückt wurden. Er wandte sich nun von Neuem dem Berufe eines Erziehers zu und erfreute sich in jeder Hinsicht guten Erfolges, bis ihn 1666 der grosse Brand von London aus seiner Wohnung vertrieb, und er von Angst und Schrecken aufgerieben mit seiner Gattin zweiter Ehe an einem und demselben Tage starb.

Shirley hinterliess 39 Schauspiele, einen Band Gedichte, die er bereits 1646 herausgegeben hatte und einige prosaische Schriften über Erziehung. Eine vollständige Sammlung seiner dramatischen Werke besorgten in neuester Zeit Gifford und Dyce. London 1832 fgde. Hier ist er am Glücklichsten im Lustspiele, da er mit consequenter Characterzeichnung glückliche Erfindung und richtigen Tact verbindet. Seine lyrischen Gedichte sind gefällige und anmuthige Erbeiterungen von ernsten Beschäftigungen, doch findet sich auch manches durch Tiefe der Gedanken und begeisterte Darstellung Bedeutendere unter ihnen.

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Upon his mistress sad.
Melancholy hence, and get
Some peece of earth to be thy seat,
Here the ayre and nimble fire
Would shoot up to ineet desire;
Sullen humor leave her blood,
Mixe not with the purer flood,
But let pleasures swelling here,
Make a spring-tide all the yeer.

Love a thousand sweets distilling,
And with pleasure bosoms filling,
Charm all eyes, that none may find us,
Be above, before, behind us;
And while we thy raptures taste,
Compel time itself to stay,
Or by forelock hold him fast,
Least occasion slip away.

D a ven a n t.

William Davenant, der jüngere Sohn eines Gastwirthes in Oxford, ward daselbst im Februar 1605 geboren, trat 1621 in das Lincoln College, wurde dann Page der Herzogin von Richmond, fand später freundliche Au ahm im use des Lord Brooke und bekam 1637 nach Ben Jonson's Tode die Stelle eines Hofpoeten. Während des Bürgerkrieges zeichnete er sich aus als treuer Anhänger des Königs, focht tapfer und erhielt 1643 den Ritterschlag bei der Belagerung von Gloucester. Als die Parthei Karl's I. unterlag, zog er sich nach Frankreich zurück, wo er seinen Glauben änderte und deshalb von der Königin so begünstigt wurde, dass sie ihn mit einem heimlichen Auftrage an ihren Gemahl nach England sandte. Später wurde er zu einer Expedition von Frankreich aus nach Virginien verwendet, aber das Schiff, auf dem er sich befand, fiel dem Feinde in die Hände und Davenant wurde gefangen nach England geführt und wäre hingerichtet worden, hätte ihn Milton nicht durch seine Fürbitte gerettet, was er diesem später, als sich die Dinge wendeten, durch einen gleichen Dienst wieder vergalt. Da die Schauspiele verboten waren, so führte er jetzt eine Art von musikalischen Unterhaltungen ein, um sein Leben zu fristen welche sich bald in Opern umwandelten. Nach der Restauration erhielt er ein Patent für sein Theater. Er starb 1668 und ward in der Westminsterabtei beigesetzt, wo seinen Leichenstein die Inschrift, welche Ben Jonson erhielt, schmückte: 0 rare Sir William Davenant!

Seine Werke erschienen gesammelt 1673 zu London, ein Band in Folio. Sie enthalten ein unvollendetes episches Gedicht: "Gondibert", an dem er während seines ganzen Lebens arbeitete, das jedoch mit Ausnahme einzelner schöner Stellen kalt und langweilig ist. Seine dramatischen Arbeiten zeichnen sich durch Correctheit und Regelmässigkeit aus, entbehren aber der Originalität. Unter seinen kleinen Gedichten ist dagegen manches Gelungene, wie ihm überhaupt Talent für die Form nicht abzusprechen ist.

Song.

The lark now leaves his watry nest,

And climbing, shakes his dewy wings; He takes this window for the east;

And to implore your light, he sings, Awake, awake, the morn will never rise, Till she can dress her beauty at your eyes.

The merchant bows unto the seaman's star,

The ploughman from the sun his season takes; But still the lover wonders what they are,

Who look for day before his mistress wakes. Awake, awake, break throngh your vails of lawn! Then draw your curtains, and begin the dawn.

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