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den ist. Die Philosophie poetisiet und die Poesie philo:oplirt. Die G Idichtwird als Dichtung, dieie aber als (Heidid te behandelt. Selbst die Didyar en dit vechieln gegenseitig ihre Bestimmung; eine lyriidye Siimmung wird der Gegenstand eines Drama und ein dramatisder Stoff wird in locis sme Forin gezwängt

» Die Tijorie selbst meint an einem feftea Punkt in dem enilo en Wedsel völlig zu verzweis feln. Der öffentliche Geichmad da ein öffnelieser Bechmac nöglich, wo es keine öffintliche Suiten gibt?

Die Karrikatur des öffentácten Geschmads, die Mode, huidigt mit jedem igenblicke einem andern Abgo!te.

Dieser Stünstler strebt alizin nach den uppigen Rizen eines wollätigen Stoffs, dem blühenden Edinud, dem lidime chlenden Irohllaut zauberriden Eprache, wenn auch jeine abentheuerli

: dhe Dichtung wahrheit und Ellicflichkeit beleidigt und die Seele leer ißt. Jerer cauicht sich wegen e.ner gewijsen Nundung und Feinheit in der An: ordbung und Husführung mit dem voreiligen Wahre der Vollendung. Ein anderer, um Reiz und Ruc: dung unbekümmert, hält ergreifende Treue de Darstellunj, das tiefste Nuffatsen der verborgenstea Eigenthümlichkeit für das höchste Ziel der Nunt. Diese Enfeitigk it des italienischen, franzojijden und engländischen Gefdumads findet sich in ihrer Idhnicie denwen Ha te in Deutsu land beisammen mieder.

Die m tapbidin lintersuchungen einiger men nigen Denfer über dus Eu öne hatten not be mindesten Einfluß auf die Bildung des Geschmads und der Kunst

. Die" praktijdse Theorie der Vorlie aber war bis auf menige Uusnahmen bis jet riche viel mehr als der Sinn dessen, was man verkehr genug ausübte; glossam der abgezogne Bognis des falíden Geschmads, der Geist der unglücklighet Geschichte.

„Die Zinarchie, welche in der ästhetilenen The prie, wie in der Praris der Künstler jo lidtbaring

jam beo Meer te gelösten ten uns geus

teriitit sie in lic sie aber betrachter Wölfering gemeinich mit der Wiederhet europärlo)

land hat

ohne Rüc

dernen hu Bildung feit den Dieje Why derungenta

Ques Berüljtur

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erstredt sich sogar auf die Geschichte der modernen Poesie.

Charakterio figkeit ficheint der einzige Charakter der modernen Poesie, Verwirrung das Gemeinsame ihrer Marie, Gereglosigkeit der Geist ihrer Gedichte, und Skeptizismus das Resultat ihrer Theorie...

»Nicht einmal die Eigenthümlidkeit hat bes stimmte und feste Gränzen. - Im Swede völlig gleid,gültig gegen alle Form und nur voll unerlätts liden Durstes nach Stoff, erlangt auch das feine Publifum vom Stünstler nid)ts als interesante na dividualität.

»Wenn man diese Zwedlosigkeit und Geseglo: sigkeit des Ganzen der modernen Poesie, und die hohe Treflitykeit der einzelnen Theile gleich aufmer's lam beobachtet: ro erdeint ihre INalle pie ein Meer streitender Sträfte, wo die Theilden der auf: gelösten Schönheit, die Brudystüde der gersdimettere ten Kunst, in trüber Mischung fich verworren geu.a

Der Verfasser geht nun zur genauern Charakteristik der modernen Poesie über, er zeigt, daß sie in sich selbst kein Ganzes ausmache, daß man sie aber von der andern Seite dod) als ein Toldhas betrachten inüsse, weil die Bildung der modernen Völkermasle, troz aller Berichiedenheit, nach einem genieinschaftlichen Ziele strebe; eben dies sei auch mit der modernen Poesie Ser Fall. Geit der Biederherstellung der Wissenschaften ahmen sich alle europäische Nationen gegenseitig nad); nur Deutsdia land hat bis jeßt den vielseitigsten freinden Einflui ohne Rüdwirfung erfahren. Jede Poelie der Mos dernen hat nach und nach den Charakter künstlicher Bildung angenommen; aber alle Völker haben schoir seit den frühsten Zeiten sehr viel Gemeinsames. Diese Älynlidikeit erhält sich auch bei allen Veräns derungen.

Ales dies ließe sich vielleicht aus der äußern Berührung, aus der Lage erklären. Andre Züge

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führen uns aber darauf, daß wir vieles aus einem' gemeinschaftlichen innern Prinzip herleiten můso fen.

Dahin gehört beforiders die standhafte Nama á hmung der alten Stunft, zu der man nach allen mislungenen Versuchen inmer wieder zurüd. kehite. Jenes sonderbare Verhältniß der Theos rie zur Praxis. Ferner der sdyneidende stontrast der höhern und niedern It'u nit. Ferner das totale Übergewicht des Charakteristis fd en indiviuellen und Interessanten in der ganzen INalle der modernen Poesie, vorzüglich aber in den spätern Zeitaltern. Endlich das r aftiore uner: särtliche Streben nach dem Nieuen. Piquan

und Frappanten, bei dem dennoch die Gehnidyt unbefriedigt bleibt.

•Wenn die nazionellen Theile der modernen Poesie, aus ihrem Zusammenhange gerissen, und als einzelne für sich bestehende Ganze betrachtet werden, so sind sie unerklärlidy. Sie bekommen erst durdteinander Haltung und 3.deutung. Je aufs mcrfjaner man aber die ganze Masse der modernen Poesie selbst betrachtet, je mehr erscheint auch sie als das bloße Stü & eines Ganzen. Die Eins heit, weldie so viele gemeinsame Eigenschaften zu einem ganzen verknüpft, ist in der Masse ihrer Geschichte nicht sogleich sichtbar. Wir müssen ihre Einheit also fogar jenieits ihrer Gränzen aufsucher, und sie felbft giebt uns einen Wink, wohin mir unsern Weg richten sollen. Die gemeinsamen Züge, welche Spuren innern Zusammenhanges zu senn deinen, sind feltner Eigenfihaften, als Bestre: bungen und Verhältnisse. Die Gleidyheit einiger vermehrt sich, je meir wir uns von dem jeßigen Zeitalter rüdwärts entfernen; die einiger andern, je mehr wir uns demselben nähern. ŽBir müssen also nach einer doppelten Richtung nach ihrer Ein: heit forschen; rückwärts nach dem ersten Urspruns ge ihrer Entstehung und Entwicklung; vorwärts nach dem leßten Ziele ihrer Foresáreitung. Vielleicht gelingt es uns auf diejem Wege, ihre Ge:

fchichte volständig zu erklären und nicht nur den Grund, sondern auch den 3 i ed ihres Charakters befriedigend zu deduziren..

Es sind zwei Tiaturen im Mensihen, die eine welche bildet, und die andre, welche die Bildung modifizirt, befördert und hemniet. Mit dem Uns fange der Existenz fängt sogleich der Kampf des Menschen mit dem Schidsale an. Die Mensch: heit ist eine zweideutige Mischung von Gottheit und Thierheit, und diese Vermischung veranlajt eben die unauffödlichen Widersprüde. Vieles was der Mieních thut, gehört ihm eigentlich nidyt; aber dennoch muß die bildende Kraft fren seyn. In dem gegenseitigen Einflusse muß eine von beiden Kräften die wirkende, die andre die rückwirkende seyn.

»Entweder die Freiheit oder die Natur muß der menschlichen Bildung den ersten bestimmten Ans stoß geben, und dadurch die Richtung des Weges, das Gesek der Progression, und das endliche Ziel der ganzen Laufbahn determiniren; es mag nun von der Entwiclung der gesammten Menschheit oder eines einzelnen wesentlichen Bestandtheils der: selben die Rede senn. In ersten Falle kann die' Bildung eine natürlide, im legten eine fünftliche heißen. In jener ist der erste ursprüngliche Quell der Thätigkeit ein unbestimmtes Verlangen; in dies Ter ein bestimmter Zlved. Dort ist der Verstand auch bei der größten Ausbildung höchstens rur dee Hardlanger und Dolmetscher der Neigung; der ges famnite zusammengesetzte Irieb aber der unumsáránt: te Gesengeber und Führer der Bildung. Hier ist die bewegende, ousübende Kraft zwar auch der Trieb; die lenkende, gesesgebende Madt hin: gegen der Verstand: gleichsam ein oberstes lena kendes Prinzipi u in, welches die blinde Kraft leitet und führt, ihre Ridtung determinirt, und nad) Willkühr die einzelnen Theile trennt und bers knüpft.

Ulle inenschlide Bildung nimmt von der Nias tur ihren Unfang; die Praxis ist vor der Theorie

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Nur auf eine natürliche Bildung kann eine kuristliche fo'gen, und zwar nur auf eine der uno glú die natü'l'che Bildung.

» Eden in den frühesten Zeitaltern der Euros päischen Biftung finden sich unperkennbare Spuren des künstlichen Ursprungs der modernen Poesie. Die Kraft. dar Storf war zwar durch Niatur gegen ben: das lenkende Pruzip der ästhetischen Bildung war aber nidit der Trich, fondern gewisse dirigi. rende Buuriffe.

Das kolossalische Werk des Dante, diefes crhabere Phänomen in der trüben Nocht jenes sisernen Kertaleirs, ist mit der Phan tastirei Dir Romantischen Diastung für den künitligen Charakirr der ältesten modernen Po sie. Der Reim elbit inheint ein Kennzeichen dieier ursprüngliden für stliu keit unserer ästhetijchen Bildung.«

Die e Epuren der Künstlichkeit sind freilid nii noch geringe, im Vergleich gegen die fpåtere Beit

. Dieser Keim mußte erst Zrit haben zu machen und sich auszubreiten, um sich dem Auge redt authaus lich darjuitelen.

Gpäter hin erat die Theorie auf, und kündigtesish als gefengebendes Prinzip der modernen Bildung an; als joloves ward sie aud) allgemein anerkannt. Eie koni te aber nie mit fich selber einig werden; bis dahin müffen die Gränzen des Verstandes und ins Gefühls im Gebiele der seunst von beiden Seiten beständig überstritten werden.

»Die einierige Theorie wird sich leicht noch größere Richie anmaßen, als selbit der allgemeingültigen zukoin men würden. Der enta! tete Geschmac hine gegen wird dir Willenschaft feine eigne verkehrte Hidtung mittheilen, statt daß er von ihr eine bessere empfangen sollte. Stimpfe" oder niedrige Gefühle, verworrie oder schiefe Urtiyeile, lüdenhafte oder ges meine 2 dianungen werden nicht nur eine Menge einzelner unrichtiger Begriffe und Grundläße erzru gen, ondern audy grundichiefe Niditungen der llos tersuchung, ganz verlebtte Grundgesese veranlasen.

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