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Campe S. 34 Perfettibilität durch B érd'oll kommlichkeit überseßen, wenn er das or in dem Zeitmorte vervolkom innen für so unentbehrlich hält, als es wirkliáy ist. Uus glauben, zerreis ben, wiederbringen bilden wić die Beiwörter glaublich, Zerreiblich, uni iederbring lid), ú. Po'm. Bon 'vervollkommnen könnten wir also nur dec'dolfo in mnlin (durd, Wege werfung der Sylbe' en) bilden. Weil das aber Niemand aussprechen kann, so müssen wit uns, dieses Worts gang enthalten. Wir haben der Zeit wörter mehr, von denen wir diese Art Beiwörter nicht bilden dürfen; z. B. zeidinen, redinen, ebe nen, u. f. 10. Zu wünschen ist es freilich, daß statt Perfektibilität und Corruptibilität ächtdeutide Aus drüfe eingeführt werden, Gegen Verderblich, Feit statt Corruptibilität ist etwas weniger einzuwenden, doch verdient bemerkt zu werden, daß das Beiwort, toovon Das Substantiv gemadic ist; im Sprachgebrauch (don einen andern Sinn hat, nemlich nicht des Verderbens fähig, ondern überhaupt schlimi, oder was ichtim me Folgen hat, z. B. eine verderbliche Gewohnheit. Ferner verliert der Sinn des Worts auch dadurch eimas an Klarheit, daß das Zeitwort verderben auf Doppelte 23eife gebraucht fvird, nemlich bald als Ihatzeitwort (Verbum "activum) und bald als Mittelzeitwort (Verbum neutrun). Wollten wir, wo Jer obige Gegensatz gebraucht werden foll, uns nicht lieber bequemen zu sagen: Verbesserungss! und Verschliin merungsfähigkeit?

6. 38 erklärt Hr. Campe mit Recht das neu: geprägte Wort Gemlantigteit für vermerflid), und erfeßt es durdj Ech lankheit, wogegen wes der die Spracähnlichkeit nodi der Wohltlang et was einzuwenden haben. Uus teldhen Gründen könnten wir in Gefchlankigkeit den Ballast der ersten und dritten Silbe aufnehmen, wenn das Beiwort nicht gefchlankig, sondern schlank heißt? Zwar haben wir leider im Sprachgebrauch

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lied Ungabe der Scünde in mehrere auf diese fehlerhafte Urt gebildete Sub. (tantive, 3; 3. Leidytigkeit, Seichtigkeit, Reinige keit, Gerechtigkrit, Schnelligkeit, Geschwindigkeit, Schlauigkeit u. r. w. Allein wir follten sie nad und nach zu perdrängen suchen, oder wenn das et

: wa mit denen die allzuderjährt sind, wie Geredi: tigkeit, nicht mehr geschehen kant, uns doch por allen Dingen enthalten, neue Ilmformen der Art einzuführen. Für mandye der angegebnen Wörter lind penigstens schon hin und wieder die besseren: Schlauheit, Reinheit, Geichtheit im Ge: þraud). Daß diese Bemerkung sich auf die Wörter: Gdy wierigkeit, Richtigkeit, Fluchtige keit, Schuldigkeit, Geschmeidigkeit, á. figkeit u. P. F. nicht erftreden könne, braucht hoffentlid keiner Erinnerung.

6.49. wird sublimiren durd; hinaufláve tern überfekt. Gegen dieses Wort haben mic fole gendes einzuwenden. Hinaufläutern kann der Sprachähnlichkeit zufolge (in bin aufitoßen, hin aufrücken, hinaufführen) nidt anders heißen, als durch Läutçeung in die Höhe 'treiben; sublie miren aber heißt: durch Erljebung läntern: cs ist also in der Bildung dieses Worts eine Ber pedija lung von Zwed und Mittel vorgegangen. Ferner gehört diese Zusaminenseßung destoegen unter die unächten, weil darin zwei ungleichartige Begriffe

, das Ortsverhältnis und die Läuterung, verbunden werden. Eine ähnlide Bemerkung macht ihr. Cums pe 6. zmit Niedyt gegen dns Zeitwort lich nies berbreiten. Im vorhergehenden Heft überlegt Hr. Rödiger fublimiren durity Emportreiben.

S. 92 wird der Ausprudê Slied für Glied berworfen Glies poc

verändert. Da Begriff welcher hier ausgedrudt werden sollen, nothmere dig sehr oft vorfømninen mind, to verdienen beide Ausdrüde eine nähece. Prüfung. Der Pusdrüc Glied vor Glied, erinnert an eine geordnete Reibe, und ist in Ansehung der Wortfügung mit

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dem Ausdruck: Mann vor IN a nn und meffreren Vergleichen einerlei. Die Präposition bor ist hier ganz richtig gebraucht, allein wenn ipit eine Reine mustern, und entweder die Reihe hinunter ge: Ben, oder die Reihe vor uns vorbei gehen lassen, ut jibes (Slied einzeln zu betrachten, fo denken wir nicht sowohl daran, daß wir ein Olied vor dem andern, als daß wir das eine nach dem ans bern sehen. So wahr und richtig also der Auss drut an sich ist, lo fagt er nicht eigentlich das, was toir sagen wollen. Mit dem Ausdruck: Mann für INann sagen wir, daß indern die Reis he vor uns 'vorübergeht, der zweite in die Stelle des ersten, der dritte in die Stelle" des zweiten u. 1. w. tritt, daß. fo lange das Vorübergehen der Neile dauert, unser Auge auf einețlei Art beschäfs tigt bleibt, daß nur die Gegenstände wediseln, und wir füt dert einen inimer wieder einen andern 'écs halten.

In den Spradjuntersu djungen dieses Hefts fominit außer der. Fortsegung des in ersten Heft angefangnen Aufsates von Hr. Campe gegen Hrn. Adelung mit der Übersdrift: was ist hoch. Deutídy? noch ein andrer gleichfalls gegen Hr. Adelung gerichteter Aufsaß von Hin. Cludius vor, ider die Frage beantwortet: Können und Sütfen Spraongelehrte etwas zur Verbesserung der Sprac che beitragen? Hier witd behauptet, daß aus den mittlern Zeitalter die Sprachlehren der neuern Épras dhen tod mandyerldi lateinischen Sauerteig enthal ten, daß wir aber diesen abschaffen sollten, und dat gebildete Personen schon jest, abweichend von der lateinischen Grammatif, aber dein Geiste, der Regeln in den ähnliden Fällen der deutschen Spra. dhe gemäß. fprechen und Tohreiben: mir träumt, mit deucht u. f. w, ferner mit hungert, mit dücitet. Von den letzten beiden Wortfügungen haben wir noch nicht bemerkt, daß gebildete Leute fie brauchen. Die angegebne Regel, daß die Pere fon nuc iiw Gegenstandsfalle (accufatio genannt

bildlichen Sinn, oder es kostet mir viel im 134 werden kann, wenn sie der Gegenstand (das b. ject) ist, und der Gegenstand im Personenfall, wenn er als Person angesehen wird, « ist ganz richs tig; aber die Ausdrüde: mich hungert, mich dúas stet, mid; wundert, mich verdrießt, mich freut, u. fm. lassen sich damit vereinigen. Gie entstehen nenilich bloß durch Uuslassung des Subjects , nemlich des unbestimmten Fürworts es, und ivic wol. len in folchen Fällen entweder bloß die Wirkung phne Rüdsicht auf die Ursach anzeigen, z. B. mich Dürstet, oder es dürftet midh; oder aud) wir inachen einen ganzen Zusammenhang von Worten zum Subject; als: Id bedaure, daß Sie während

dieser Reise so viel zu Teiden gehabt; mich freut nur, daß Sie sie so gut überstanden har ben.

In eben diesen Aufsak, tpird der Zusdrurt: Dieser Entschlußkostet mich diel, als fehlers haft angegeben, und mit Recht; denn die gewohn. liche Unterscheidung: es kostet mich viel im buchstäblichen, beruhet auf einer ganz falschen Re: gel, und wenn dergleichen in den Sprachgebrauch eingeschlichen ist, so müssen wir suđen, ihn davon zu reinigen. Die Unrichtigkeit dieser Kegel ver: diente eine weitere Ausführung, als hier mög.

S. 181 heißt es in einen andern Aufsat: bei der Geberdensprache lehrt die Natur dein Mens schen. Im vorhergehenden G. 138 war gesagt wors den, daß verschiedné Edriftsteller schon den Anfang gemadit, das Zeitwort Tehren mit dem Dativ der Person zu brauchen. Das könnte aber dog nur in dem Fall geschehen, wenn der Gegenstand in accusativ dabei steht. Bloß mit dem Datid der Perfon halten wir diese Portfügung für ganz unzulaffig.

Das dritte Heft der vorliegenden Sonrift ist das reichhaltigste. In den Fache der Sprachun: tersuchungen kommen vorzüglich lesenstoerthe Dufo

lich ist.

fäge vor. Fiodh mehr als die beiden ersten Hefte muß dieses dritte, das dein Protokoll einer debat: tirenden Gesellichaft nicht unäljnlich ist, bei den Sprachfreunden den Wunsch erweden, daß die Fort feßung dieser Schrift möglid) werde. Wenn einer der Mitarbeiter ein übereiltes Urtheil gefällt hat, so kann man ziemlid, sicher darauf rechnen, daß ein anderer in den folgenden Auffäßen dasselbe prüft und berichtigt: und überhaupt kann aus der Art, wie die Mitarbeiter sid, einander und ilire Materie behandeln, nichts anders als reiner Ge. winn,

für die Sprache erwachsen.

Wir heben abermals unter den Bemerkungen, die wir beim Durchlesen dieses 3ten Hefts, gemacht haben; nur die wichtigern aus.

Ein sehr gedad ter Aufsaß von Hin. Mertian in Augsburg, der hier unter den Sprachuntersu: chungen vorkommt, hat die Überschrift: Über das Bedürfniß eines neuen St'u n stw örtersy: stems für die Sprachkunde. Man hatte nem: Jich den Uebelstand fremder und noch dazu größten: theils unpassender Kunstwörter der Deutschen Sprach: lehre gefühlt, und versucht, idit deutsche an deren Stelle einzuführen. Der Verfasser prüft die bishe: rigen und stellt ein neues Kunstwörtersystem auf. Db dieses, so wie es da ist, aufgenoinmen wer:

den wird, daran zweifeln wir. Unter die deutschen Siunstmörter., die man bisher einzuführen versucht hat, gehört auch der Ausdrud Eigens afts: w.ort für udjectiu. Es ergiebt sich sehr balo, daß dieser Uusdruck gar nicht glüdlid, gewählt ist; denn, es ist Bedürfniß der Sprache, außer den Ei: gensthaften im metaphyliden Sinne, viel angre Begriffe OnrdAdjective zu bezeichnen. Aus diesem Grunde ist uns dieser Vusdruct immer anstößig gewesen. Hier findet sich nun ein auffallendes Beis spiel, wie leicht ein unrichtiges fi'unstwort: 34 1 ridtigerr littheilen verlcitet. Einer der Mitarbei: teç erklärt es für einen Fehler ünsrer Gpradje, daß sie den Umstand der Zeit und des Ortes quin durd)

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