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legt werden? Etwa mehrmals , und das einige Jahre hinter einander ? Einige Jahre bei Seite li egen tvürde grammatisch richtig renn, wenn gleich nicht gewöhnlich. Auf einige Jah re bei Seite legen ivürde sich eher fagen lassen aber wenn das der Sinn feryit folle, so darf die Präpofition nidt fehlen.

6. 77. Uuf welcher Sprachähnlich Feit Beruht der bon Rüdiger gewagte Uusdruch Gewohnheit an die oberdeutsche INundart?

S. 78 wird der Uusdruck raider Allge: tv alt gebilligt. Verträgt die Algemalt noch ein verstärken des Beiwort und sogar eine Steigerung?

S. 79. yn un'v è r wandtes Bemühen wird das Beiwort für treffend erklärt. Den una veriðandten Blick denkt man ohne Gchwierigkeit; aber auch ein unverwandtes Bemühen ?

Herr Rüdigers Auffan enthält übrigens viel Überlegungen bisher üblich gewesener fremder Wór. ter, und unter diesen mehrere sehr glüdliche.

Die gelegentlichen Spra dj berichti: gungen als das ate Hauptfach dieser Schrift, bes treffen den neuen deutschen Mertur; wo oorneme lich statt der vorkommenden fremder Wörter gleids geltende Deutsche angegeben werden. - Wir fals: ren fort, einige Stellen auszuheben, wo wir glau: ben, von der Berichtiger abgehen zu inüsjen.

S. 104 wird Ihatbegier für Begierde noch Shaten ein glütflid, gebildetés Wort genehmigt. Der Sprachgebrauch unterscheidet Gier und Begier de, gierig und begierig. Nadgier, Nieugier, 23:13 begierde, gierig nad) Tinnlichen Genüffen, begierig nad Kenntnissen u. P. m.

Unter der Übersdrift: Sprach untersuchun: gen kommen 5 lehr ladhenswerthe Auffäße vor. Der legte von Herrn Eainpe, der im folgenden atent Heft fortgelegt ist, beantwortet die Frage: Was ist H od deutsd? und widerlegt Herrn 21Delungs Behauptung, daß die hoddeutsde Špras dje weiter nichts als die Sprechadt des füoliden

Obersamfens fei, und zwar die Sprechart der hos hern Silajien, worunter er nicht etwa den gelehti ten, sondern den ungelehrien oberen Stand vers steht. Wir vermuthen nicht, das Herz Udelung - hierin viel. Stiminen für sich habe, und begreifen

du her kaum, quarum Hra Campens Widerlegung 10 ausführlich jevn mußte. Die Gegenurcheile, als das te Hauptfach dieses Hefts., enthalten Ber merkungen über einige in Hrn Campens, Preisidinfo befindliche Verdeutidungen.. Jiod. fonimen hier vermischte Bemetfungen von Hrn Prof. Lörvé vor, worin unter andern der Lessingsche Ausdruck: der Mann fteht seinen Ruly til gerechtfertigt wird.

G. 202 wird in dem Gaggi: »diese: Grundlage find gerade des Ultäglichen wegen am (chiveriten zu bemerken « der Uusdruct: sind (dier.a.4 bes merken als fehlerhaft angegeben, und dafür ges feßt: bemerkt zu werden, Ii 23ir:finden aber, daß aus Mangel einer passiven, Form des Sinis tivs Uusdrüde, wie folgende: , ierber ut au bemerken; (statt: muß bemerkt werden) der Wein ist nicht zu trinken (ltatt: funn nidt getrunken werden,) er ist nirgends zu finden, fitatt er kann nirgende gefunden werden u. p. iv. inn all: gencinien Epromgebraud, lind. Eben fo würden wir sagen dürfen: sie sind leimt ader Idywer zu finis den; und so hatten wir dicjelbe Wortügung.

S. 208. ivicd der Nusdruct: die wo islver: standene Freiheit getadelt, und behauptet, e$ sei unmöglid), dieser Ausdruck, so wie er it, zu verstehen; und wer ihn zu verstehjen glaubt, irre gar sehr: tvenn der Lejer sid) an dergleichen Aus: drüde gewöhne, so werde der Geidmat und die Urtheilstrafi dejjelben unbemerkt. verdorben, und pinier wirklidyen Barbarei der Beg gebahnt. Dies ser Meinung find wir nuri nidt. Ubrigens rigt dieser Verfasser vieles, worin wir ihin völlig bei: stimnien.

Das zweite Heft der vorliegenden Schrift beginnt mit Bewertungen von Hen. D. Untor über

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Herder's ideen zur Philosophie der Se: rohichte der Mensch heit, und mit Zusäßen von Hrn Campe.

Wir halten es mit Hrn Campe für etwas vers dienstliches, den Ausdruck eines trefflichen Schrift: stellers in Hinsicht auf Sprachrichtigkeit zu prüfen, obgleich wir nicht sehr darauf rechnen, daß irgend ein Gdyriftsteller, der einmal im Besitz einer gewis: sen' Schreibart ist, die ihm, wie sich vorausseßen läßt, unter allen die beste 'und seiner Denkart so: mohl, als dem bearbeiteten Gegenstande die anges nehinste-zn Tenn scheint, geneigt fenn dürfte, Bes merkungen dieser Urt für die Zukunft zu nugen. Eher läßt sich hoffen, daß sie denen zu Gute Fom: men, die erst künftig in unsrer Sprache (dyreiben wollen; nnd wenn sie nur diesen die Veranlassung werden, Sprachrichtigkeit und wahres Berdienst Der Sdyreibart zum Gegenstand ihres Nachdenkens zu machen, und an dein Uusdruck des trefflichsten Schriftstellers die Flecken von den Schönheiten zu untersdeiden, fo ist das Verdienst nicht unbedeu: tend.

S. 4 und 5 erklärt rich Herr Anton, unsrer Meinung nad mit großem Redst, gegen die Wör: ter Organisation und Humanität. Sie find nicht nur undeutid, fondérn auch so vieldeu: tig, daß sie dem Leser oft den Sinn des Súrifts stellers dunkel maden müssen. Grade diese Börs ter; denen fast jeder Schriftsteller einen andern Ginn unterlegt, machen dem, der gleichgeltende ächtdeutsche Ausdrücke vorschlagen will, das Ges schäft sehr fchwer; denn man ift unbillig genug, alle die Tu mannigfaltig begrenzten Begriffe, die man in das freinde Wort willkührlich hineingetra: gen hat, in dem deutschen Ausdruck auf einmal wiederfinden zu wollen. Aber das ist nur ein Grund mehr, sie aus unsrer Sprache durdhaus, zu ver: bannen.

6. 7. Statt Sphäre Idlägt Herr Campe

vor:

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por: -Wirftreis; wer kann abec das doppelte. E zwisden zwei r aussprechen?

S. 15. Bei den Herderschen Worten: » Was phofisch vereinigt ist, sollte es nicht audy geistid und moralisch fenn? « find die fremden Wörter phorisch und moraliso gerügt. Allein ro wię die Worte stehen, geben sie auch nicht den Sinn, den sie geben sollen. Unstreitig will Herder fragen: as physisch bereinigt ist, sollte es nicht auch geis stig und moralijo vereinigt fenn? Das Wort vers einigt mußte also wiederholt werden. Aber wir vermuthen, der Verf, wollte das es zweimal 'verá standen wissen, einmal als Subject und das an: Dremal als Prädikat, und fürdytete mit Redt den unleidlichen Uebellaut der Wiederhohlung. So braucht er auch in einer spätern Schrift (in den Briefen über Humanitát, das sich, wo es zweimal verstanden werden mus, penn die Stelle einen Sinn haben foll. Aber die Sprache gestat: tet dergleichen Freileiten nicht.

S. 15. wird ein Doppelsinnt gerügt, der bloß durd eine Jnverfion (Versebung der Worte) enta stand. Bei dieser Gelegenheit erlaube man uns ride allgemeine Bemerkung über die Versegun. gen, woinit wir weder auf diesen nody irgend ei: pen einzelnen treflichen Sdpriftsteller hinweisena Man kann unsret Sprache das Verdienst nicht abspredjen, daß sie so wohl für die ruhige als für die leidenschaftlide Stimmung der Seele, nidt nur eigenthümliche Pusdrüđe, sondern auch Wortfú= gungen und Wortstellugen hat. Zu den Ausdrudis. arten der leidenfdaftlichen Stimmutid gehört nuk auch die Inversion. Selbst die Franzosen, deren Spradje die Biegsamkeit der unfrigen midt hat fühlen den Wertly und Nothwendigkeit dieser Wort: stellung, und helfen sich durch eine Umschreibung: 3. B. c'est à vous que je parle, ftast je vous parle. Wenn nun ein Gchriftsteller in dein zutinde wahrer Begeisterung fifreibt, so wird er diese Worte {tellung, 10. mie die übrigen Ausdrutsarten, der

Deucichl. 45. Cri

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Leidenschaft oft brauchen; und der Lehrer wird da: bei gar nid)t anstoßen, und es nicht einmal mijo sen, daß er einen andern als den alltäglichen Aus: drud lieset. Denn diese Uusdrudsarten sind als: dann völlig ro natürlid, als die ganz gewöhnlis chen für die ruhigere Stimmung sind. Wenn aber der Leser öfter in Versuchung geräth, sich zu frae gen: Warum stehen hier die Worte so und nicht anders?' so erwedt der Schriftsteller den Verdacht, daß er nicht in dem Zustande wahrer Begeisterung schrieb, fondern etwas den ähnliches in fiç erkins stelte, und jene Ausdrudsarten, die zu seiner Zeit nicht bloß erlaubt, sondern die einzigen wahren und guten sind, absichtlich auffüchte. Es ist wohl nicht zu leugnen, daß versdjiedene unserer Edrift

: steller zu diesem Verdacht oft Gelegenheit geben.

S. 21. Der Ausdrud: das Meer, uferte ano ders wird ein artiges neues Wortgepräge genannt. Das heißt ein artiges Wortgepräge?

Einen großen Sheil dieser Bemerkungen über Herder füllen die Angaben deutscher Wörter ftatt der von ihm gebraudten aus. Wenn man in ei nem deutschen Buche, das doch Idy merlid, bloß für Gelehrte bestimınt war, Ausdrüde, wie folgende: Demonstration, Luftregion, Analogon Einer Organisation, Haupttrus, Hauptr plasma, Epigenesis, Ertension, Unison, efflorescirt, variiren, u. F. m. findet, so mögte man den Berfasser doch fragen, ob er alle diejenigen, denen folde Wörter. nidt bekannt fenn können, z. B felbft die gebildetese. weibliche Welt, aus dem Kreise feiner Leser, ausgeschlossen wissen svill, oder ob man billigerweise verlangen kann, daß diele, wenn sie ein geistreidhes. Buin lesen wil, sich mit allen diesen Wörtern erst bekannt made.

6. 39. berichtigt Hr. Eampe das Wort Vee: vol komin ung und verlangt mit Recht, daß es: Per vollkommnung heiße. Und da Herder jelbit es andere Orten so schreibt, so ist es unstreitig hier nichts weiter als Drukfehler. Aber wie - Eann

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