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Seaca Reise nichts weiter gewonnen haben wird, als seis

Polizei in allen diesen Städten entwischte, daß er
unberrichteter Sache zurüdkehren und durch seine

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nen abentheuerlichen Zug in Gassenhauern vers
tigt und sich in niedrig komischen Schauspielen
dem Gelächter des Pöbels in ganz Deutschland
Preis gegeben zu fpiffen) und forderte (wohl
gu merken, anonymish ) sowohl den. Grafen
bon Gd metto w (von dem er mit allen Lefern
seines. Commentars mußte, daß er in dieser Jah-
reszeit kaum das Bett, geschweige denn das Zims
mer verlassen konnte) als den Stammerherrn
von Hennings, um ihm nadi alter Sitte
(auf welches Jahr des Herrn mögte man mit
Shandy fragen, bezielt sid) hier das Wort: alt?
Gollte es wirklid jemals Sitte gewesen senn, daß
der namhafte Iann sich verbunden gesehr, seinem
ungenannten Ehrenschänder Genugthuung, zu ge-
ben? Wir zweifeln.) und so wie es Männern
bon Ehre geziemt, Genugthuung zu gee
ben, weldes, aber diese beiden Männer
nicht für gut fanden, da der eine erflatz,
te, daß er vermöge feiner gidhtischen Umns
finde nicht kommen könne (da bedurfte es
auch wohl einer folden Erklärung! die Herren fac
hen ihn ja felbst und luften es auch schon ehe sie
kamen) und der andere meinte (dieser Hr. O.

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ist besonders glüdlic in uneigentlichen Ausdrüdert; sollte er die eigentlichen nicht finden können, oder nicht finden wollen?) daß sein Amt und Sage ihm nicht erlaubten sich zu stellen. (lollte tvohl heißen : fand den Antrag unsinnig und fdslag ihn aus, weil er selbst bei Sinnen war) Es kam also niemand; der eine, weil er nicht konnte, , und der andere, weil er nio t wollte. Gowohl aus Achtung für den Noriegishen Offizier (vermuthlich kannte er mehr von ihm als sein Pasquill, sonst müßte er 88 mit seiner Adjtung eben nicht genau, nehmen) als auch aus Eifer fürs allgemeine Beste glaubte ich mich der Sache annehmen ju müssen (der Herr mag wohl ein Eiferer seyn; ob aber immer fürs Beste, und hier sogar fürs alge: meine Beste, ist eine andere Frage. Er meinte aljo wirklich, der Dänische Staat tyätte Gefahr gelave fen, wenn er sich nidt so thätig bei dieser Gade bewiesen hätte! Wie sich doch Ideen seltsam in get wissey Föpfen verbinden können! Dieser höchstge: fährlichen Ideenverbindungen wegen, denen die Ein ferer aller Art To ausgesegt sind, follte die Poliz zei in allen Staaten besonders aufinerksam auf. diese Gattung von Menschen fenn. Aud Marat mar ein Eiferer; auds er glaubte fürs allge' meine Beste zu cifern!). Im Gefolge mit

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dem Hrn' General don M. nid dem Hen Major von R. reisete id) nach Ploen, IDD ich eine Unterredung so wohl mit dem Gra: fen Schmettoto, als auch mit dem fiam: merherrn v. Hennings hatte, aber keinen von ihnen dazu bringen konnte, bei dem bestimmten Rendépouz zu erscheinen, da es immer dabei blieb, daß der eine nicht könne (wenn die Herren Besucher keine Wunder: ärzte waren, die durch Berührung plöslich heilen, oder den gidhtischen Teufel init einein: Fahre aus du unsauberer Geift, austreiben konnten, so mußte es wohl dabei bleiben der andere nicht wolle (wie es bei Leuten, die nach Grundsägen handeln, zu gehen pflegt. Sie bleiben bei ihrem Willen, weil sie aus Gründen gewollt haben. Mit den Eiferern ist es freilich anders) die dabei ein. laufenden Bei um stände gehören nicht zur Hauptsache (es wäre doch zu wünschen gewesen, daß ec sie mit angeführt hätte; denn er hat ro viele von diesen vermeinten Beiumständen wegges lassen, daß die Hauptsache dadurch ganz unkennts lich geworden ist. Wir wollen aus christlider lies be annehmen, daß dieses nicht absichtlich geschehen, sondern daß dem Herrn Briefsteller die Gabe der deutlichen Erzählung nicht zu Theil geworden ist) und würden E. E. nur ennü yiren. (Ein biss

Deutschl. 45 St.

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then tichr oder weniger Langerdeife, darauf Fame es niet an; wenn' nur die Sache vollständig dargestellt wäre.

Der Vortrag des Herrn Briefs stellers ift übečall nicht reizend et s'il amuse, c'est a ses dépens) der Norwegifde officier, der fen Gegner nut nidyt zu Hause waren (die waren zu Hause, aber von dem Norwegischen Of: ficier weiß itiemand, wo er zu Hause gehört) kann also nichts anders thun, als zu Hause reisen (er kann allerdings etwas anderes und et: was besseres: thun) und der Armee und jedem braben und jedem rectsd a ffenen Manne überlaffen zu beurtheilen. (Was die Armee mit diefer Sache zu thun hat, vornehmlich in so ferne fie den Sverrn von Hennings betrifft, läßt fid nicht wohl begreifen; da liegt wieder eine von den reitsamen ydeenverbindungen zum Grunde, die einem gefunden nüchternen Verftande unsinnig vor: kommen müffen.) Das war von den Leuten denken muß, die wohl auf eine chrenrüh rige Art verhöhnen können und wollen (Dieses und das gleich darauf folgende folite toht so heißen: was man von einem Manne denken muß, der, nadidem er anonymisch einen nahajaf: ten Bürger öffentlich auf eine ehrenrührige Art angegriffen, noch die Unversdjüntheit hat, eine Genugthuung von ihm zu fordern) 'aber weder

konnten noch so olften mit Waffen in der Hand eine rechtschaffene Genugthuung geben. (Wie: foändlich hier das. edelste Wort unserer Sprache gemißbraucht wird. Eine redits

daffene Genugthuung mit den Waffen in der Hand. Pfan, der' Barbarei! Der einzige, der hier dine Genugthuung zu geben hatte, war der pass qaillantidye Ehrenschäder; er mußte Fich Idegen feines Unsechts ebet fo öffentlich anklagen, als er es begangen hatte, und sich freiwillig zu jeder mit der Wahrheit übereinfiimmenden Erklärung erbies ters, die fein beleidigter Gegner son ihm fordern inodhte. Das wäre eine rechtfchaffene Genug. thuung geipefen. Aber die andere mit den Waffen in der Hand hat mit der Redtschaffenheit nichto gemeim.) Die fämmtlichen Officiete untet meiner Inspektion habe ich bei meiner le sue ten Bereifung der Garnisonen (aus übers

großem Eifet fürs allgemeine Beste vermuthlich) bon dieser Stellung der Gade unterride fet, und fie fühlen mit mir (die Vernünftis gen darunter werden nicht nur fühlen, domit fich die Eiferet geisöhnlich begnügert, sondern Deutlid) einsehn, da der Herr: fich viel unnüne Mühe gegeben, und weit besser gethan hätte, aus Den ganzen (d)mugigen Handel herauszubleiben) das Unanständige in dem Benehmea des

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