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Gesinnungen und Meinungen, die Verfassung welche die Franzosen einzuführen streben, ja fogar die künftige Wahrdie inlich so rechte Be: handlung ihrer eroberten Deutschen Provinzen. Unter den handelnden Personen find alle, die in ganzen Kutschen und Halb dhjaisen, begleitet von schwerbeladenen Brankards, fahren, und alle, die bald hernach auf dem Gute der Baronessin anstän: dige Besuche abftatten, vortrefliche Leute und wie fichs versteht, mit dein Onkel Geheimerrath dem alten System zugethan. Nur ein junger Vetter Earl, der sich von der blendenden Gdhönheit hatte derführen lassen, die unter dem Namen Freiheit sich erst heim: lich, dann öffentlid fo viele Anbeter zu verschaffen tvu ste, der von seiner Leis denschaft verblendet war, gleich Lieben: den, denen Stand, Glü dsgüter, alle Verhältnisse Nid ts sind, denen Eltern, Verwandte, Freunde fremd werden, nur der ist für die neue Sache und für die Franzosen, und muß es denn natürlicher Weise auch ganz un: eingeschränkt seyn, muß alles was bei den Neufranken Gutes oder Böses geschah un mäßig [oben, muß Angesichts aller Bers wandten und Freunde, die entgegengesegter Mei: nung und Opfer des Krieges sind, sein lautes

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* Vergnügen über die Fortschritte der

Franzosen auf deutschem Boden aus: lassen, muß Leuten, die eben erst dadurch, daß das Slud fich wieder zu den deutschen Waffen gesellt hatte, zu einem Sheil ihres Eigenthums

gelangt waren, und eben auf einem Gute von der 1 schönsten Lage ihren ererbten Wohlstand genossen,

ihnen ins Gesicht muß er den Waffen der Franzosen alles fernere Glüd wünschen, muß dem alten Geheimenrath, der das Zu: trauen seines Fürsten verdiente und': besaß, ins Ungesicht jeden Deutschen auf: fordern der alten Sclaverey ein Ende zu machen, und muß den »edlen« Deutschen decheißen, daß die Franzosen diejenigen, die sich für sie erklärt, mit Ehren, Gü. tern und zutrauen überhäufen wurden; muß dem alten Onkel starfe Vorwürfe ma: chen, die ihn persönlich treffen und in jedem Ginne beleidigend sind und laut ausrufend, muß er endlich hoffen, daß die Guil. lotine aud in Deutschland eine gereg. mete Erndte finden und fein schuldiges Haupt berfehlen werde. So muß der junge unbesonnene, muthwillige Mensch das Glüd und den frohen Genuß des ganzen Familienkreises stören und zerrütten. Nur der Hofmeister, bero

muthlich als Repräsentant jener seleinen und Gdh w achen, die in der Dunke Eheit des Wahns, in der Unkenntniß ihrer selbst, ihrer Kräfte und Verhältnisse sich dem Mächtigen und Großen, dem nichts fa: cherlicheres erfd einen kann, gleich zu stellen dünkt, nur der Hofmeister giebt ihm im Stillen recht und die stammermädchen, denen die Gestalt des demokratischen Better Earis reigend und seine Freiges bigkeit respektabel war, hörten ihn gerne reden, weil fie fich durch seine Gesin: nungen berechtigt glaubten, ihre zäit: lichen Augen, die sie bisher vor ihm be: scheiden niedergeschlagen, batten, nun. mehr in Ehren nach ihm aufzuheben.

: 3st das ehrlich? heißt das strenges Still: fchweigen über das Lieblingsthema des Tages, über Sprieg, politische Meinuns

Staats critif streng es Still: rohweigen beobachten? Alle Beziehungen auf den jezigen Weltlauf auf die näch. sten Erwartungen der Menschheit ver: meiden? Heißt das nicht vielmehr, die wichtigen Gegenstände mit dictatorisdem Hebermuthe abur: theisen, und das einseitige Urtheil mit hämisdec Kunst dem Schwachen und Kurzsichtigen annehm

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lids, durch imponirende Namen: ehrwürdig 'maden wollen? Go unschuldig der adhtungsterthe Her: ausgeber auch immer an dem Inhalte dieses Auffakes senyn mag, fo unverzeihlich bleibt es doch, po etwas ganz dein angekündigten Plan' entgegensau: fendes von irgend einem Mitarbeiter aufzunehmen.

Um uns bei diesen Unterhaltungen, die einen großen Theil der - Horen einnehmen künftig nicht weiter aufzuhalten, wollen wir nur noch mit Einem Worte bemerken, daß es beim Autor der: selben eine sehr geringe Meinung von der deut: schen Lesewelt voraussett, wenn er weiterhin glaubt fie durd leere Gespenstergeschichtdien von dem zwar nicht reinen aber wahren großen Interelle der Menschheit abziehen zu können, durch plumpe italiänisme steuschheitsmethoden, die durch das besdrankte intereffe der Gegenwart in Spannung gesetzten deutschen Gemüther zur Ruhe zu bringen und durch die humoris ftische Stellung eines Wundertürkenden Gebets, zu dem sich in einem drauf folgenden Gedicht der Heiland geflissentlid, gesellt, die unterjochten Gemüther in Freiheit zu feßen.

Ueber den zweiten Urtifel, dessen würdiger Berfasser eben so leicht, als der vorige schwer zu erkennen ist, (chweigen wir, bis wir die Briefe ganz vor uns haben und fassen diese dann zulege

mit einigen andern dahin einschlagenden Aufsägen des Journals zufainmen.

Die unbedingt nothwendige Frage für jeden der die Würde der Vernunft in sich behaupten will: was habe ich zu thun um reines In: tereffe für Wahrheit in mir zu weden, oder wenigstens daffelbe zu erhalten, zu erhöhen und zu heben, beantwortet der vierte Auffag auf eine höchstbefriedigende Weise. Einen solchen Auffag, der für die höchste Sache der Menschheit ächtphilosophische Gründe, in einer ro Lebendigen, kräftigen Sprache vorträgt, sollte man billig ohne Bedenken auf alle mögliche Weise zu vervielfältigen suchen, und wieder und immer weiter abdruden lassen, bis er in aller Leser Hände wäre. Wir haben uns für unsern Raum schon leider viel zu lange bei dem vorigen Artikel aufgehalten, der uns indeß für den Charakter der ganzen Monatschrift von zu hoher Bedeutung zu seyn (chien als daß wir ihn hätten fürzer abfer: tigen können. Hier also nur die Hauptgedanken des bor uns liegenden wichtigen Auffages.

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Wie jedes Interesse überhaupt, ro gründet fich auch das Interesse für Wahrheit auf einen ursprünglich in uns liegenden Trieb.

Unter

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