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Archiv's; welche alle in dem 'verfloßnen Jahre ihren Anfang genommen haben.

Von diesen allen und von dem Deutschen Merkur, der Berlinisden Monats drift, dem Genius der Zeit, dein deutschei: Ma: gazin, der deutschen Monatschrift, der Minerva, den Friedenspräliminarien; der Klio und vielleicht noch einigen 'andern Zeit: schriften zeigen wir fünftig jeden Monat das eben erschienene Monatstüc an.

Es bedarf wohl faum der Erinnerung, daß dieser wichtige Artikel, der von den recensirenden Zeitschriften wo nicht fast aus der Acht gelassen, doch immer sehr spät und in keinem Verhältniß mit dem großen Einflusse den diese Modelectüre auf den Geschmad und den Charakter der Nation haben muß, behandelt wird, hier in dieser Schrift nicht von Einem unsrer Mitarbeiter allein behan: delt werden, sondern das Wer mehrerer in ver: fdhiedenen Fächern erfahrner Männer fenn wird.

Die H o r e n.

Eine Monatschrift herausgegeben von Schiller. Inhalt der Ankündigung.

Ueber das Lieblingsthema des Tages, (Krieg, po

an

litische Meinungen, Staatscritik) legen sich die Verfasser der Horen ein strenges Stills dweigen auf und verbieten sich ausdrüdlich alle Beziehungen auf den jezigen 23 elt: lauf und auf die nächsten Erwartungen der Menschheit. Durch ein allgemeines höheres Interesse

dem was rein menfchlich ist wollen sie die durch das bes rohränkte Interesse der Gegenwart in Gpannung gefetten eingeengten und un terjochten Gemüth er wieder in Freiheit regen und die politisch getheilte Welt unter der Fahne der Wahrheit und Schönheit wieder bereinigen, heitere; leidenschaftfreie Unterhaltung, gesame melte Züge zu dem gdeale veredelter Mensch: heit, stiller Unbau besserer Begriffe, reie nerer Grundsäße und edlerer Sitten alles zur Beförderung wahrer Humanität u. f. w. soll der Inhalt und Zwed der Horen, Wohlanständigkeit und Ordnung, Ge: rechtigkeit und Friede, soll der Geist und die Regel dieser Zeitschrift seyn.

Folgende genannte Schriftsteller. nehmen an dieser Monatschrift Antheil: Archenholz, Dali berg (der sich im fünften Stüel wieder davon losgesagt hat), Engel, Fichte, Funk (in Dress

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den), Garbe, Genz, Gleim, Gothe, Gros, Herder, Hirt, Hufeland, beide Brüder Humbold, Jacobi (aus Düsseldorf), Mats thiffon, Mener (in Weimar), Pfeffel, Ssifler, Safegel (in Amfterdam), Stis, Schulz, Woltmann. Die Namen der Verfasser der einzelnen Auffäße werden erst am Ende des Jahrganges angezeigt. Jeden deutschen Schrift: steller, der sich den nothwendig gefundenen Bes dingungen des Instituts (die aber nicht näher angezeigt werden) zu unterwerfen geneigt ist, steht die Theilnahme daran offen.

Jeden Monat erscheint ein Stüď von 7 Bor gen in gr. 8. auf Smreibpapier. Der Jahrgang kostet ein Carolin oder 6 Chr. 8 gr. sächs. Das einzelne Stüď 16 gr. Die Mitarbeiter wenden fidh an den Herausgeber, die Subscribenten an die Buchhandlungen und Postamter. - Die Namen der Subscribenten werden am Ende des Jahres abgedrudt.

Inhalt des ersten Studs. I. Epistel. II. Briefe über die ăsthetische Erziehnng des Menschen. III. Unterhaltungen Deut: scher Ausg et anderten. IV. lieber Bele: bung und Erhöhung c$ reinen Unters effe für Wahrheit,

Wer erkennt nicht den Meister in folgenden Verfen der Epistel:

Es liest nur ein jeder Uus dem Buch sich heraus, und ist er gewaltig, fo liest et În das Buch rich hinein, amalgamirt sich das Fremde. Ganz vergebens strebst Du daber durch Schriften des

Menschen Schon entschiedenen Kang und seine Neigung zu wenden; Uber besiärken kannst Du ihn wohl in seiner Gesinnung, Dder wär' er noch neu, in dieses' ihn tauchen und jenes.

Ob es der Absicht des Dichters wohl entgegen senn mag, daß diese Epistel, su verschieden sie auch gedeutet wird, für Jeden, Beziehung auf Das Lieblingsthema des Tages zu haben scheint? Daß der Demokrat in dem H ans chne Sorge den privilegirten nun: und geschäftlosen Aristokraten, auch wohl den aus feiner Heimath Bertriebenen, in manchem deutschen Ländchen in anständiger Faulheit gefütterten Emigranten siehet '); sein Gegner aber sich freuet, wie der neus

) Bekanntlich sind in mehreren deutschen Ländern aus

Franfreich emigrirte tüūrige Fabrikanten und Hande werker, wenn sie gleich zu solchen Serocrben gebörten, bei denen es in Deutschland an brauchbaren Arbeitern sehr fehlt, wenn sie gleich ihre vorzügliwe Geschidliche feit für jeden Preis autrugen, wenn sie auch gleich aus Unzufriedenheit mit den neuen Einrichtungen ausges wandert waren, dennoch als moralisch verpestete Bür. ger zurükgewiesen worden; dahingegen hochbetittelte unsvissende Müßiggänger, deren Muthwile und egoisti

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ausgedachte Demokratenstaat darin fo weidlith lächerlich gemacht wird ?, Daß fim die Berfasser über diese Gegenstände das strengste Stillfdhipeigen auferlegt haben, geht den leunigen Dichter freilid nichts an, kann aber auch Diejenigen, die des Dichters uneingeschränktes Privilegium nicht kens nen, oder nicht anerkennen wollen, yon jenen Deutungen um so weniger abhalten, da der dritte Aufsaß nicht nur Scenen' des gegenwärtigen. Kriør ges und ihre Folgen zum Gegenstande hat, čund der Uutor und die darin porkommenden Personen sich nicht begnügen, über das Lieblingsthema des Tages zu, urtheilen und zu streiten, sondern auch die ganze Vertheilung der Charaktere und Marimen ein bestimmtes verdammendes Urtheil über ein Lieblingsthema des Tages fällt, Der Autor spricht für den Adel und Adelstolz, er und seine eingeführten Personen, beurtheilen, die französische Nation, den jezigen Krieg und seine schlimmen Folgen, die politischen Selubs, die verbreiteten

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rohe Unmaßungen jene nene Drdnung der Dinge zu: nächst beranlaßt hatten, nicht nur aufgenommen, son: dern auch mit Enpitalien zur Einrichtung und mit ansehnlichen Pensionen - unterstüßt worden sind. Das ihnen übrigens das niederträchtige Arbeiten, wie dem so glüdlich abgeprügelten Hans ohne Sorge in der Epistel, wirklich bei ähnlicher Strafe untersagt worden seny, hat eben nicht verlauten wollen.

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