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nad. Bähne bekain er fo leidt und so früh, daß die zärtliche Mutter, die ihn gerne länger gestille hátte, ihn vor dem neunten Monat schon entwöh. nen mußte. Alle liebten ihn, alle beschäftigten sich gerne mit ihm und so lernte er auch bald sprechen. Folgram war er wie alle starke gesunde Kinder es sind, die unter dem treuen liebenden Uuge bere nünftiger Eltern bleiben, und nicht durch unge fchidten Wiederstand gereizt werden.

Eine gute einderstandne domefter, fhand der beforgten Muts ter treulich bei und so erreichte er fast sein drittes Jahe – da die Mutter ein schönes Mädchen ger bahr ohne daß ihn eine fremde Hand berührt, irgend eine ungeschidte Behandlung geirrt hatte.

Am liebsten war er immer mit dem Pater, ohn: erachtet dieser auf unbedingtem Gehorsam hielt nad dern festgefaßten Grundsage: - Einer, und zwar der festeste Charakter im Hause, müsle vode Autos rität über die Kinder haben. Aber wie wenig er diese auch mißbrauchte!' oder nur' anwandte! . Nur da, me des Stindes Sicherheit und Zufriedenheit daran hing, wurde unbedingt geheißen. Dann fand aber auch kein Widerspruch, kein Gäumen, kein Rásonniren statt. Bei dem völlig konsequens ten Benehmen des Baters und der treuen Zustim: mung der Mutter, die ihn nicht aus den Augen ließen, mußte sichs bald finden, ohne daß je eine

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körperliche Züchtigung nothwendig gewesen wäre,
die der brave Bater durchaus als sclavisdverabs
fcheute.

Nun kam er dem Vater kaum mehr von der Seite. Bei der Gartenarbeit auf den Wiesen und Feldern, die rund um den (hönen Hof herum la: gen, im nahen Holze, überall war er um den Bas ter. Bald wurde er an Stärke und Geschid ein Bunr derkind, wie er es bis dahin an Schönheit geldes sen: denn feit die Sonne und Luft ihn bräunten, sprachen die Weiber und Mädchen weniger vor feiner Schönheit.

Seine Aufmerksamkeit und Wißbegierde tuds täglich, um so mehr, je weniger. ihm geheißen wurde, sieh da hin, sieh dert hin, behalt mir dies, behalt mir das! Er war kaum sechs Jahr alt, als er alle Gräser, Pflanzen und Bäume der gans zen Gegend kannte und bei Namen zu nennen wußte. Bon allem was seinen Fähigkeiten ange messen war, bekam er richtige Begriffe , und keine Art don Lug und Trug 'umnebelte seinen guten Stopf. Was über seine Fähigkeiten war, tarde stets mit den Worten, das kannst du noch nicht begreifen, abgewiesen.

Im Laufen, Springen und Klettern war er bald der Meister und Unführer andrer Knaben sei: nes Alters. Der Bater förderte dergleichen Snar

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benspiele mit Nachbars Kindern, so oft er nur its emelet e

gend konnte mit feiner Beschäftigung in der Nähe bleiben, dann war sein Auge immer dabei, wenn gleich die Knaben es nicht bemerkten. Auch nahm er wohl bisweilen selbst Antheil an ihren Spielen. Der Knabe badete auch an heißen Tagen mit den Bater im Flusse und lernte leicht schwimmen.

Im Garten hatte der liebe Junge sein eignes Feld, das er mit kleinen, seinen Kräften angemesfenen Gartenwerkzeugen bearbeitete. Anfänglich wurde es mit allerlei Feld: Gartenblumen und allen Pflanzen, die er nur habhaft werden konns te, durch einander und dicht bestedt. Auch wur:

den von Gartenkreise die Nainen des Vaters, det ir Mutter und der Muhme unzählige Mahl gefäet,

und mit grünen frånzen eingefaßt; eben so oft aber auch wieder, der besseren Ordnung im Gan. zen wegen, umgehadt und umgegraben. Doch bald zeigte sich bei dieser feiner Lieblingsarbeit ein entschiedner Hang zur Ordnung. Er war noch nicht acht Jahre alt, als sein Gartenfeld vollkommen nach der Schnur abgetheilt und mit allem guten Gefäme und allen guten Pflanzen, die er erhalten tonnte, auf das beste bepflanzt war.

Und mit welcher Lust und Liebe pflegte er jede Blume, jede angenehme Frucht! Trug dann alles mit fautem Jubel der Mutter, der Großmutter und der lieben

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ben Gdytoester Sophie hin! Doch wählte er forg: fältig immer das Sdhönste und Beste für die Mut ter aus, die er immer mehr und über alles liebte.

Lesen lerntę er nicht eher, als bis ihm don selbst die Lust dazu kam : Da lehrte es ihn die liebende Mutter aber auch so leicht, daß sie selbst darüber erstaunte, Und zidar nach der ganz gęs wöhnlichen Buchstabiermethode; Rechnen lehrte ihn der Pater eben so leicht,

Dem brapen vernünftigen Vater ward bange als der kleine Mensch im neunten Jahre lesen konn te und nach Büchern zu verlangen anfing. Er kannte kein einziges Buch, was er den underdorbs nen Sinaben hätte in die Hände geben mögen. Die fromme Großmutter meinte zwar, das Ges betbüchlein und die Heiligenlegende wären ja doch recht hübsch groß gedrudt, die könnten seinen zar: ten Augen wohl eben nicht schaden. Der brave Großvater schütteltte den Kopf dazu, die Mutter fah verlegen den Bater an und dieser schwieg mit ihnen; denn der Knabe mar gegenwärtig. Auch

donten sie die fromme Großmutter gerne; tpenn gleich sie selbst anders gesinnt waren.

Der Vater sann nun ernstlicher auf eine ans haltende Beschäftigung für den Knaben, die doch aud) fidjern Einfluß auf sein künftiges Leben als Landwirth hatte. Erst meinte er ihm Anleitung

zu geben, eine Sgamenschule anzulegen, und ihni

ann die Besorgung ganz zu überlassen. Er erine Fb erte sich aber bald der Mühe und Gorgfalt, die i Him dieses Geschäft im achtzehnten Jahre gekostet Eind fah mohl ein, daß es für einen zehnjährigen Snaben zu einförmig wäre, quch zu viel Geschirt, Safimerksamkeit und dauernde Vorsorge erfordere, um den guten Erfolg mit Sicherheit zu erwarten; und dieser mußte nicht leicht fehlen können, wenn mit dem wachsenden Geschid des Kinaben, auch Lust und Liebe zum Dinge wachsen sollte; woran dem Pater alles lag. Auch sind die Erfolge bei einer {neuangelegten Baumschule zu klein und zu langsam um das rege Berlangen eines Siindes zu befriedrigen. Und was am meisten dagegen war, fie beschäftigte den Knaben nicht im Winter, Dies war aber eben das nächste Bedürfnis: ?

Bald kam der gute Vater auf einen Gedanken der alles zu erfüllen schien. Er hatte den Som. mer über größere Ställe für sein Vieh, das sich alljährlich vermehrte, neu gebaut, und zwar nadh Art der Gebirgsländer ganz von Holz. Dabei war der kleine Mensch gar lustig geschastig gewesen und ein alter tüchtiger Zimmermann hatte sich gers ne mit ihm abgegeben. Der Kleine lag den Par ter oft damit an: » Vater bau mit auď ein klein þaus! « Dies kam dem guten Bater lebhaft zu

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