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Weinproben am Rhein hat man Tich wohl biss her eine Vorstellung machen können; aber Musik: proben! Wer hätte das gedacht!) Bei der Uns kunft im Kloster am folgenden Lage sieht man wlodin anns Leu't e«' rnit einen guten Frühstüd bewirthen, auch für den Herrn Lockinann selbst ein besonderes Frühstück herbeibringen.« (Die fürstliche Kapelle ist also auch noch sogar bescheiden! das Wunder wird immer größer!) Herr Lokmann ißt wieder nur wenig - und trinkt desto mehr? Nein! diesmal »trinkt er auch nur ein paar Gläser Xere: sersekt, den er noch nie getrunken hatte.cc Wieder ein feiner Zug zur geheimen Geschichte des Helden; tvoraus auch nod den wichtigen Schluß machen kanni;, ivie muß der zechen wenn er sich Zeit läßt; so. ein paar Släser Xereserlekt, morgens beim Frühstid hält der V. der ihn so oft trinken steht für nichts ! Eine junge blühende Eliasserin

die das Werk für das flojter dirigirtece begleitete ihn gleid zur Orgel. Natürlicher Weise entzüdt er fie und das ganze Kloster, das sich durch alle Seitenthüren zu ihm drängt, mit feinem Orgele spiel: Det' warme Meister weiß es aber auch drauf anzulegen: »Er phantasirte ihnen zu Gefaứen die rührenost : verflochtenen Gänge mit kurzen zärt: lidhen Melodieen' und Imitationen ausgejidhinüdt, die man für warme Andacht nehmen konnte. Ob dies nach dem Andachtstermometer des Klosters oder jenes heiligen Landes in welchem sich unser warmé' Fiastratenfreund und Kirchencomponist so ådit christkatholisch bildete zu verstehen sen, wird nicht bemerkt. Beim Ausgange aus der Kirde ermangelt er nicht, unser wohlerfahrne Held, dem es doch sehr lieb zu seyn scheint, daß er nicht die Erfahrung vom gesegneten Messer gemadt hat, der blühenden Elsasserin, mit einem Händedruk seine Verwunderung zu bezeigen, ein so liebliches Kind wie sie von der Welt geschieden zu sehen. Als wenn ein Kloster, so nahe bei einem 'Hofe gelegen, und wo ein Pater Kapuziner den Göttese

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dienft anordnet, too hin anth große Wallfahrten zu einem Wunderbilde gehalten werden, keine be: rührige Welt wäre! Das Mädel erwiedert.es auch wie sichs für eine Nonne gebührt »mit einem fomachtenden Blick gen Himmel.co Die Messe geht an. Nach der Merie wird das Marienbilo herbeigetragen, das uns der V. sehr genau be: Lohreibt, und dann hinzufügt: »man war wirklich im Himmel nicht melyr auf Erden« als nun Hildes gard sang u. f. 'to. »Bei dem legten Salva! wolle ten diejenigen, die ihre Augen wieder von der Musik zurüd auf das Bild hatten wenden können, einen leichten Glanz um die Köpfe, strahlen und die Mutter Gottes sich wirklich bewegen und nicken gesehen haben.«c Das ist eben kein großes Wuns der! Hat die gute Frau doch einmal in einem fhlesischen Kloster einem armen preußischen Sols daten geminkt und ihm selbst die Anleitung gege: ben ihre goldne Glorie, die ihrer bürgerlichen Des muth von Haus aus überall zur Last seyn mag, ihr vom Haupte zu nehmen und sich gütlich dafür zu thun. Der Åbt selbst erwiederte damals auf die Frage des alten ungläubigen Königs : ob solch ein Wunder wohl möglich sen? ganz ausdrücklich, daß es gar wohl möglich, wiewohl in diesem Falle der ihre Mutter Gottes um die goldne Glorie brachte, eben nicht wahrscheinlich Ten. Der alte weise König, der seine braven Soldaten auch selbst durch die Mutter Gottes nicht gerne verführen Jassen wollte, hielt sich an die bestätigte Möglich teit und verhieß dem hochbeglüdten Soldaten: daß wenn

er sich noch einmal von der Mutter Gottes würde winken lassen er ihm den Kißel init zwanzigmal Gassenlaufen" austreiben lassen würde.

Hier muß das Wadelhaupt der berührsamen Mutter Gottes etwas Altes gewesen senn, es machte weiter keine Sensation, vielmehr shorten alle immer noch still zu, als ob die Musik noch fortwährte; besonders sahen sie gleid)fam' in den Lüften die göttliche Menschenstimme« u. s. w.

Dieses feinbeobadtete Senen der Menschenstimme in den Lüften erinnert gar angenehm an des bei rühmten Münchhausens überschwenglichen Enthu: siasın für einen Triller den er einst in einer Oper zu Neapel von der audy hier so oft gepriesenen Gabrieli hörte: er eilte nach der Oper aufs Theas ter, marf sich ihr zu Füßen, 'bot ilir tausend Du: katen für die Ueberlassung eines einzigen solchen Drillers: erhielt ihn, that ihn in Spiritus und hob ihn sein Lebelang auf.

Die Prozession wird gar feierlich dargestellt und der V. beschließt die üppige Besdireibung mit den empörenden Worten: »Unter der feyerlichen Musik der Klarinetten und Hörner, Trompeten und Pauken, und dem Donnersdal des Gewehrs mur: melte, wie das Brausen der Meeresfluth zwischen Felsen, immer: »Segrüßet senst du Mária! und heilige Mutter Gottes bitte für uns !! mit inbrün:

stigen Schlägen an die Brust, von allem Volfe. Der Himmel schien sich aufzuthun und ein seltener

Glanz von ihm herab zu leuchten. Hehr und hei: lig und friedlich stand die Gegend, als sie zum Tempel hineinzogen.« In der Kirche muß eine Synphonie unsers Braven Handen den Götendienst noch beleben helfen.

Alle wurden dann im Kloster föstlich bewirthet. Selbst die Familie Hohenthal, die es doch durch Hrn. Lod&mann ausdrüdlich hatte bestellen (aljen, daß sie noch vor Tische wieder zurüdkehren wollte, mußte da bleiben.

Lodmann kam init Hildegard und der schönen Elsasserin an die Haupttafel zu lißen und erlebt da die Freude in einem Gespräche mit dem alten Kapuziner zu erfahren, daß Hildes gard ganz vortreflich italiänisch spricht.

»Wie sich die Weiber selten einander etwas der Urt gönnen, und auch die besten und wirklich Keuschen eifersüchtig sind, so hatte Hildegard auch sehon die schöne Elsasserin ins Auge gefaßt die in: deß für unfern wohlausgelernten Kapellmeister nuc »ein bloßes neues urget, höchstens - leichtes Sin:

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nenspiel der warmen Jahreszeit« mar. Bei Dische' geht es dann wieder sehr ausführlich über Italien und Kirchenfeste und auch über einzelne Werke der bildenden Künste her. Der fiapuziner übt seine Beredsamkeit auch an den reichen Filöstern in Jta. lien und an dem hohen Wohlleben in denselben. Bei Tische angelt auch die Uebtissin nach unserin Helden und beschenkt ihn am Ende. Bei einen Spaziergange nach Tische gibt Hildegard ihrem Derzügten den Arm, unten an der Treppe inerft er, daß er sein Rohr vergessen hat, eitt zurüde nach dem Saal, findet die schöne Elsasserin allein »kúßt ihre füßen zarten Lippen: o es war erquis dendes Labral für den Brand, den Hildegard in ihm erregte! und noch ein Kuß, wo er ihre jdmach. tende Unterlippe an seine feuchte Zunge schlürfte: Záhren glänzten über das Wonnelicht ihrer Augen, und die jungen Brüste wallten hoch in sein Wesen. Der zweite Kuß hielt an; er mußte fort. Den dritten gab das reizende Mädchen, als Nonne, die nicht lange spröde thun und sich verbergen darf, ihm selbst, glühte über und über und sagte dann, an, ich Unglüdliche.

Meine ehrbaren Leser mögen mir berzeihen, daß ich ihnen dies saubre Bild, so ganz tie es da steht, vor Augen stellte: es charakterisirt zu sehr den Geist und den Geschmad des Verfassers als daß ichs übergehen konnte, wenn ich meinen Zwed erreichen wollte das gemeine Kunstwerk in das ihin zufomunende verächtliche Licht zu stellen. Die lodere Philosophie' des V. vollendet die Sudelei ganz würdig: Lodmann, der die Treppe hinuntere stolpert, unten feine Schöne für alle Jahrzeiten findet, fängt wieder an zu denken: »Du hast mit einem seligen Augenblid die Langeweile ihres Zus standes beseelt, was ist es weiter!« der Held selbst mard »mie erfrisdt und gestärkt, lebendiger, fröh: licher und heitrere Jn der Heldin zeigt sich auch bei dieser Gelegenheit wieder die Gleichgeborne, Gleicherzogne; fie bemerkt wohl an seinem vero

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micrten Blid und an den róthern Lippen was vot: gegangen sen, ist dadurch aber so wenig beleidigt, daß sie drauf besteht daß unser Held selbstfünfter mit in ihren Wagen einsißen muß. Die Lebtissin empfal beim Abschiednehmen »noch einmal sich und ihre Kirche dem schönen jungen wohlgebauten Lods

Auf dem Wege führt unser edles Paar gegen Bruder und Hofineister die Vertheidigung der wunderthätigen Bilder. Das Männlein ber hauptet schlüßlid): »felbst die größten Philosophen sehen alles in der Natur als nothwendige Erscheis nungen an und die Thoren verzweifeln endlich an ihrem eignen freien Willen;« und das Fräulein: »da so viele Mädchen an keinen Mann kommen können; warum wollte man zwanzig oder drengig alten Jungfern ein wenig Freiheit übel nehmen, die sie sich erlauben, eine bequeme Pflegestätte zu haben? Selbst die Gegner werden darüber einig, daß man als gemeinsdaftliche Hülfsquellen, und nicht zu zahlreich beseßt, immer ein paar Klöster auf einige Meilen in der Runde dulden könnte.« Ein glüdlicher Stoß des Wagens warf die milde Schöne, die eben behauptet hatte »daß man überal nie zu streng seyn dürfe,« fast in Lodmanns Arme; ihre Knie berührten die seinigen und ihre rechte Hand kam gerade flach mit dem zartesten Sinn des Sefühls auf seine gewölbte breite warme Brust u. s. w.

Bei der Heinkunft rekapitulirt der gierige Held noch das Glüc des Tages, wobei »die deeg Küsse, recht (dhmadhaft, frisch und voll« nid)t vers gessen werden, » er fühlt sich noch mit blühens den Weiblichkeit verschlungen und berdoppelt.“ u. 1. w.

Den folgenden Tag ist man mit dem Helden wieder im Schloßgarten in derselben Gesellschaft, in der wir ihn zum ersten Mahl dort erbli&ten und da gehts wieder eben so über Konzerte und Konzertmusik her, wie ehmals über Menichenstims men und Singekunst

. Hildegard, » die immer mehe

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